Future Superpowers of Lawyers

Show notes

In dieser Folge von Human Superpowers spricht Anna Halmer über ihren neuen Workshop, den sie im November zum ersten Mal anbietet. Er richtet sich an In-House-Counsel mit Berufserfahrung, die in einer neuen Rolle ankommen, ein Team aufbauen oder gezielt an ihrer Wirkung und ihren Karrierezielen arbeiten wollen. Besonders hilfreich ist er für Juristinnen und Juristen, die gerade aus der Kanzlei in die Rechtsabteilung gewechselt sind. Der Wechsel vom externen Berater zum In-House-Counsel ist schwerer, als er von außen aussieht: Kommunikation und Entscheidungsfindung unterscheiden sich deutlich. Halmers Fazit: Man kann sich alles selbst erarbeiten, aber mit Unterstützung kommt man schneller ans Ziel.

LinkedIn Profil von Anna Halmer: linkedin.com/in/anna-halmer-6580689b

LinkedIn Profil von Pierre Daniel Wittmann: linkedin.com/in/pierre-daniel-wittmann

Link zum Workshop von Anna: https://annahalmer.com

Show transcript

00:00:00: Willkommen zu ersten Folge des Podcasts Human Superpowers.

00:00:04: In diesem Podcast spreche ich mit außergewöhnlichen Menschen über die Fähigkeiten, die sie im Laufe ihres Lebens entwickelt haben und diese gerne mit euch teilen möchten.

00:00:13: Heute sprechen wir über eine Frage, die sich wahrscheinlich jede Anwälte oder jeder Anwalt stellen sollte?

00:00:19: Wie bleiben wir nach der Welt relevant in der künstliche Delegenz immer mehr unserer bisherigen Aufgaben übernehmen kann?

00:00:25: Brauchen wir künftig andere Fähigkeiten?

00:00:28: Müssten wir uns vom klassischen Rechtsexperten zum strategischem Business Partner entwickeln und wie gelingt uns das eigentlich ganz konkret?

00:00:36: Mein Gast in dieser ersten Folge ist Anna Halmer, Deputy General Counsel by Delivery Hero.

00:00:43: Anna führt seit vielen Jahren Legal Teams und hat mit dem Legal Transformation Lab einen Workshop-Format entwickelt, dass Juristen da behelfen soll ihre rufliche Zukunft aktiv mitzugestalten.

00:00:54: Anna schön, dass du hier bei mir im Podcast bist!

00:00:57: Vielen Dank, Pierre.

00:00:58: Ich freue mich auch.

00:01:01: Wir hatten ja vor unserer Aufnahme einen Vorgespräch und da hast du mir von deiner eigenen Transformationsreise berichtet also wie du dich entwickelt hast.

00:01:10: Von der juristischen Ausbildung über deine Tätigkeit als Großkanzlerjuristin bis hin zu deiner aktuellen Rolle bei Delivery Hero.

00:01:19: Ich fand deine Geschichte sehr spannend und würde Dich bitten mal unseren Zuhörendes Deine Story zu erzählen Und so können sich alle praktisch ein Bild von dir verschaffen, die dich bisher noch nicht kennen.

00:01:34: Ja klar!

00:01:35: Sehr gerne.

00:01:37: Es fing eigentlich bei mir alles relativ klassisch an.

00:01:40: Ich bin nach dem Studium in Berlin in die Großkanzlei-Welt eingetaucht, eigentlich schon während des Referendariats und habe bei Hengeler Müller in Berlin und München gearbeitet.

00:01:52: Hab aber relativ schnell festgestellt – nach ein paar Jahren Das ist vielleicht nicht ganz meins, im Dienstleistungsbereich tätig zu sein als Anwältin und habe mir die Erfahrung gewünscht in Haus zu arbeiten.

00:02:08: Ich wollte näher am Business sein.

00:02:10: ich wollte so ein bisschen mehr die Wirkung von Jura in dem Unternehmen für das sich dann langfristige Arbeiter sehen anstatt nur von Projekt zu Projekt sozusagen Ja, das Unternehmen je weiß zu begleiten.

00:02:30: Ich war ja in dem Bereich M&A und gesellschaftsrecht tätig.

00:02:32: da war das immer eine relativ beschränkte Zeit Genau Und allerdings habe ich mir auch relativ lange Gedanken gemacht was für ein Unternehmen für mich interessant sein könnte und Eine zeitlang muss sich zugeben waren dann nun so lauter Unternehmen oder Ideen auf der Negativliste gelandet weil ich immer das Gefühl hatte Ganz großes etabliertes Unternehmen mit ganz viel Hierarchien.

00:02:57: Das war nicht so meins, ich konnte mir das nicht vorstellen in so einem weniger dynamischen Umfeld zu arbeiten und hatte auch relativ wenig Ideen was es sonst werden könnte.

00:03:12: Ich wusste okay das wird jetzt nicht im öffentlichen Dienst sein Es wird nicht in einem Unternehmen wie bei der Deutschen Bahn sein.

00:03:19: Ich habe nichts gegen diese Unternehmen, ich hatte nur einfach mir selbst etwas ... ja, etwas, wie soll ich sagen, dynamischeres und weniger corporate vorgestellt.

00:03:33: Was ich noch nicht so richtig kannte damals ist dieses gesamte Startup-Welt.

00:03:36: Und das war dann ein Zufall mehr oder weniger, dass ich zu einem Gespräch bei Foodpanda gekommen bin.

00:03:44: Foodpanner war damals ein in Berlin Ansässiges auch Online Food Delivery Business, das von Berlin aus weltweit Businesses aufgebaut hat und es war zu dem Zeitpunkt in fast vierzig Ländern tätig.

00:04:01: Aber noch sehr jung zwei Jahre alt.

00:04:05: Ich fand das Team der Gründer damals sofort total sympathisch und dachte so Let's It!

00:04:11: Das ist das was ich machen will.

00:04:13: In einem jungen Startup mitarbeiten weil Weil mir der Vibe total gefiel, weil mir die Möglichkeit sehr attraktiv erschien mich als junge Juristin schon in einer doch verantwortungsvollen Rolle auszutesten.

00:04:27: Und ich hatte da viel Vertrauensvorschuss bekommen.

00:04:31: Ich durfte direkt Abteilung from scratch aufbauen und dabei war ich da gerade mal glaube noch nicht mehr dreißig.

00:04:39: Das waren natürlich eine total coole Chance Und sehr viel Arbeit, also das war jetzt nicht unbedingt weniger als in der Großkanzlei davor.

00:04:49: Hat mir wahrscheinlich auch mehr schlaflose Nächte bereitet weil sehr viele Verantwortung auf meinen Schultern lastete oder zumindest ich das so empfand.

00:04:58: Genau aber es hat auch wahnsinnig Spaß gemacht!

00:05:02: Ich habe dort sehr, sehr viel Lamm und Ell gemacht, aber auch alle anderen Rechtsgebiete aufgebaut, aufgestellt.

00:05:07: und dann ist das Unternehmen aber nach zwei Jahren verkauft worden Und ich und mein Team haben auch an erster Front, an diesem Verkauf gearbeitet.

00:05:19: Was auch eine sehr seltsame Situation war in der ich mich gerade wieder finde.

00:05:23: dazu gleich mehr.

00:05:27: Wir sind dann, also sagen, im Jahr zwei Tausend siebzehn an Delivery Hero verkauft worden oder Ende zwei tausendsechzehn.

00:05:38: die Holding-Gesellschaft von Delivery Hero zusammen mit meinem Team rüber gewechselt.

00:05:42: Hab dort meine jetzigen Kollegen kennengelernt, meinen Chef Andreas Krause und unser General Counsel bei Delivery Heroes und auch einige meiner Kollegen, die auch nach wie vor da sind.

00:05:52: Viele sind natürlich auch inzwischen nicht mehr da denn es ist ja schon fast zehn Jahre her dass das passiert ist.

00:05:59: Genau gemeinsam haben wir dann den Börsengang gemacht Und vieles, vieles andere was danach folgte.

00:06:08: Also Delivery Hero ist wahnsinnig gewachsen, ist eines ja wahrscheinlich der größten europäischen Tech-Unternehmen und wir machen über elf Millionen Bestellungen pro Tag weltweit.

00:06:23: das ist wirklich ein riesiges Unternehmen und wir haben ein ziemlich großes Legal Team.

00:06:27: auch in über sechzig Ländern haben wir Juristen verteilt Und die Holding ist in Berlin.

00:06:36: Deswegen ist ja auch so ein bisschen das größte Team, also Expert-Teams hat.

00:06:41: zu den Themen wie Relevanz und Kapitalmarktrecht oder Wettbewerbsrecht usw.

00:06:50: Und ja, Bedelivery Hero hatte ich dann das Glück auch verschiedene neue Rechtsgebiete für mich zu vertiefen und zu entdecken, Teams aufzubauen.

00:06:59: Ich bin hier jetzt verantwortlich für Gesellschaftsrecht global, für M&A weiterhin, für Legal Operations seit ungefähr sechs bis sieben Jahren.

00:07:11: Wir haben dieses Unit gegründet, da war Legal Operations In manchen Unternehmen schon ein bisschen ein Begriff, bzw.

00:07:19: da gab es schon kleines Team in den allermeisten Unternehmen noch nicht.

00:07:25: Inzwischen hat sich das ja extrem verändert – ist auch eine gute Entwicklung, denke ich.

00:07:30: Genau und dieses Legal Operations...

00:07:32: Da vielleicht ganz kurz eingehakt, genau dieser Begriff Legal Operations.

00:07:38: kannst du den kurz erklären?

00:07:40: Weil unsere Zuhörer sind jetzt nicht per se alle Juristen und Juristinnen, sondern kommen was den diversen Branchen auf unterschiedliche Hintergründe.

00:07:49: Und deswegen wäre es ganz schön, wenn du das kurz erklären könntest.

00:07:53: Ja klar!

00:07:54: Also im Endeffekt... beschreibt der Begriff, finde ich in dem Wortlaut schon relativ gut was er auch bedeutet.

00:08:02: Er bedeutet sozusagen wie eine Rechtsabteilung organisiert, strukturiert und die Prozesse aufgebaut sein sollten damit sie operativ gut funktioniert also damit es ja auch wirklich guten Service erbringen kann.

00:08:15: intern Ja das fängt an mit dem Intake von Fragestellungen.

00:08:21: Wie kommen Sie bei uns an?

00:08:23: Wie stellen wir sicher, dass sie richtig priorisiert sind?

00:08:25: Wie Stellen wir sicher das wir Anfragen möglichst schnell beantworten?

00:08:29: Dass wir die richtig kommunizieren und dem Business damit möglichst gut helfen, dass wir das Business enablen kleinen Fundamenten aus der Rechtsabteilung helfen können.

00:08:42: Wie stellen wir sicher, dass wir die richtigen Tools nutzen, die unsere Arbeit effizienter machen?

00:08:48: Also das was eigentlich jedes Unternehmen ja auch versucht zu machen nämlich Operations zu haben, die schön funktionieren braucht eine interne Rechtsabteilung Denn auch sie muss wie ein kleines Unternehmen in sich selbst funktionieren und Effizienz sein.

00:09:11: Es geht nicht nur darum, die Rechtsfragen richtig zu beantworten oder es geht auch darum das so zu organisieren dass man effizient skalierbarer arbeitet und im Endeffekt damit auch den Business am meisten helfen kann.

00:09:27: Genau!

00:09:29: Und jetzt hattest du ganz am Anfang berichtet deine Zähigkeit bei Food Panda wie du da die Rechtsabteilung aufgebaut hast, dass du ja Prinzip neue Fähigkeiten gebraucht, die du an der Universität oder später im Referentariat nicht gelernt hast.

00:09:46: Wie hast du dir diese Skills angeeignet?

00:09:48: beziehungsweise was waren das so für Skills?

00:09:50: Die du gebrauchst um die Rechts Abteilungen aufzubauen und dann auch diesen Unternehmen erwerb mit zu begleiten?

00:10:02: und die Übernahme durch Delivery Hero, was waren da so die Fähigkeiten, die du dafür gebraucht hast?

00:10:08: Also das ist eine sehr gute Frage Pierre.

00:10:11: Ich glaube, da kommt tatsächlich einiges zusammen.

00:10:17: Das allerwichtigste war wahrscheinlich die Fährigkeit loszulassen jede rechtliche Frage nur perfekt zu bearbeiten sondern sehr schnell die Entscheidung zu treffen.

00:10:30: Wo investiere ich wie viel Zeit, wie viel Kapazität?

00:10:35: Weil ich ganz am Anfang auch wirklich alleine war.

00:10:38: Dann nach kurzer Zeit vielleicht zu zweit oder zu dritt aber wir waren viel zu wenig Menschen um jetzt wirklich jede einzelne Rechtsfrage genau anzuschauen.

00:10:47: und wenn man so von der typischen juristischen Ausbildung kommt wo man gewöhnt ist alles perfekt machen zu wollen und bis zur Ende durch recherchieren und nochmal nachschauen Das musste ich mir ganz schön schnell abgewöhnen, ehrlich gesagt.

00:11:01: Ich musste sehr schnell jede Frage die bei mir landete erstmal auf ihre wirtschaftlichen Hintergrund analysieren.

00:11:12: was passiert wenn ich das jetzt nicht analysiere sozusagen what's the worst that could happen?

00:11:17: ja es ist die frage die man sich dann als erstes mal stellt und was gibt da auch zu gewinnen für das Unternehmen wenn man so und so viel Geld investiert oder so in so viele Zeiten die Frage investiert.

00:11:31: Das war ein Learning, dass man Jura auf einmal viel stärker in diesem Business- und Unternehmenskontext stellen musste auch schlicht und ergreifend.

00:11:43: Und ich denke natürlich einen großen Teil... Die lernt man einfach on the job, indem man sich sehr viel mit auch Nicht-Juristen sowohl mit dem Management aber auch mit den Stakeholdern aus den verschiedensten Abteilungen austauscht und eng zusammenarbeitet.

00:12:02: Und vieles einfach fragt, ich habe wahnsinnig viele Fragen gestellt am Anfang und hab versucht genau zu verstehen wie ist unser Produkt aufgebaut?

00:12:12: Wie sind unsere Workflows?

00:12:14: Wir arbeiten unsere IT-Engineers ja und wir arbeiten unsere Marketingabteilungen und unsere Sales Abteilungen um das alles wirklich zu verstehen.

00:12:27: Das ist auch viel Mindset.

00:12:28: So einerseits wirtschaftliches Verständnis, aber auch so Mindset-Risiken nehmen und versuchen einzuordnen.

00:12:35: Wo muss man wirklich mal eine Notbremse ziehen?

00:12:36: Und wo kann man auch Sachen relativ schnell durchwenken und sie nicht groß aufhalten, sage ich mal weil das Risiko minimal ist zum Beispiel.

00:12:47: Die andere Sache die ich ganz neu lernen musste natürlich ist Management.

00:12:52: Ich habe vorher als Senior-Associate gearbeitet und klar hatte man dann ab und zu mal einen Referendar oder so, den man ausgebildet hat.

00:13:02: Aber so richtig ein Team zum Managen ist natürlich noch was anderes und da musste ich echt viel lernen.

00:13:09: am Anfang alles über den Hiringprozess, über Mitarbeiterentwicklung und Feedbackgespräch hier und ja Motivation von Mitarbeitern und das hat mir aber Sehr, sehr viel Freude gemacht.

00:13:22: Ich muss sagen das ist der absolut liebste Teil für mich an meinem auch jetzigen Job.

00:13:28: ich arbeite extrem gerne im Team und sehe mich auch wirklich sehr gerne in der Rolle einer Mentorin oder eine Coach die den Mitarbeitern hilft sozusagen professionell zu wachsen und sich zu entwickeln von Individual Contributors, die einfach sehr gute Juristen sind.

00:13:50: Zu super starken Businesspartnern, zu super starkem Manager.

00:13:53: Das

00:13:55: hat mir schon eine Steilvorlage gegeben für das Legetransformation Lab und den Workshop weil ich mir vorstellen kann dass du sicherlich einige dieser Learnings, die Du gemacht hast auf Deiner bisherigen Reise Und auch, dass du gerade beschrieben hast jetzt in diesem Workshop einfließen lassen.

00:14:15: Ist das richtig oder was waren die Gründe dich dazu bewogen haben diesen Workshop ins Leben zu rufen?

00:14:21: Total!

00:14:21: Also es gab genau genommen so zwei Aspekte da.

00:14:26: eine war die Tatsache, dass ich diese Art von sozusagen Lehrtätigkeit auch wenn ich die so beschreiben kann sehr genieße und schon immer sehr genossen habe.

00:14:37: Ich hab das sehr viel intern gemacht und hatte dann das Gefühl, Mensch, es macht mir so viel Spaß.

00:14:44: Ich will es auch erweitern

00:14:45: können.".

00:14:47: Der andere Grund – und sozusagen die Dringlichkeit, die dazu geführt hat, dass ich das jetzt gemacht habe war die großflächige Einführung von KI in der Welt von Juristen.

00:15:05: paar Jahre, als dann erst OpenAI uns sozusagen in unserer privaten Welt erreicht hat und auf einmal jeder das auf dem Handy hatte.

00:15:16: Dann ging es relativ schnell über in die juristische Arbeit.

00:15:19: Es gab sehr viele Legal AI Tools am Anfang.

00:15:23: Die Devices.

00:15:24: inzwischen sind glaube ich viele Leute eher so mit Clots

00:15:27: usw.,

00:15:28: unterwegs also wobei Legal AI natürlich nach wie vor eine große Rolle spielt.

00:15:32: Wenn man sich so die Zahlen bei Harvey und Ligora anschaut, ist es so unstrittig.

00:15:39: Auf jeden Fall hatte ich mir dann angefangen viele Gedanken darüber zu machen.

00:15:42: was bedeutet das eigentlich für uns?

00:15:44: Ich war sehr beeindruckt von dem was KI schon vor einiger Zeit konnte und konnte mir sehr gut vorstellen ja wohin die Reise geht nämlich dass das mehr und mehr die typischen Tätigkeiten eines Juristen abnehmen kann.

00:16:02: Und ich hatte dann angefangen, mich in Gruppen darüber auszutauschen bei Panel-Diskussionen, habe meinen Vortrag zu dem Thema gehalten und mich dafür auch so ein bisschen reingefuchst.

00:16:15: Was ich dann immer merkte ist alle kamen zu dem Ergebnis – ich war ja nicht die einzige.

00:16:20: Aha!

00:16:21: Hier verändert sich richtig, richtig extrem was und wir als Juristen sollten überlegen, was bedeutet das für unsere Aufstellung?

00:16:32: Welche Skills brauchen wir eigentlich um sozusagen uns zu differenzieren auch von KI zusammen extend.

00:16:40: Was können wir, was KI nicht kann und wie bleiben wir relevant?

00:16:45: Welches?

00:16:45: Skills sind vielleicht schon immer zwar hilfreich und erforderlich gewesen aber werden jetzt einfach unabdingbar, um noch überhaupt ein Mehrwert zu bringen.

00:16:57: Schienen oder scheinen, das zu verstehen.

00:17:00: Dass es so ist dass man zum einen viele Mindset passieren muss.

00:17:05: Adaptivity und Growth mindset und Offenheit gegenüber innovativen neuen Lösungen und Entwicklungen.

00:17:15: andererseits brauchen wir schlicht und ergreifend Handwerkszeug was außerhalb von juristischem Fachwissen liegt.

00:17:21: was viele Leute so früher ein bisschen als Soft Skills abgetan haben.

00:17:26: Sei es Projektmanagement, sei es Kommunikation und Präsentationsskills oder sogar ganz schlichte Dinge finde ich wie in der Lage sein mal eine gute Powerpoint-Präsentation zu bauen die vom Business verstanden wird anschauen möchte, weil sie nicht total... also so Kleinigkeiten.

00:17:58: Das sind so.

00:17:59: Skills ja waren auch schon früher relevant aber ich glaube die werden und die PowerPoint Präsentation kann natürlich AI jetzt auch machen, aber irgendjemand muss sagen was da draufstehen soll immer noch.

00:18:09: Genau jedenfalls um jetzt mal den Bogen wieder zurückzuschlagen klar wurde alle Redner von man braucht anderes Kills und klar war auch diese Skills werden nicht in der Universität gelehrt.

00:18:19: und natürlich kann man sich das alles on the job beibringen Dauert halt nur so lange.

00:18:23: Man muss auch ein bisschen Glück haben, dass man in einem Umfeld ist wo es möglich ist.

00:18:32: Wo die Zeit da ist um das zu erlernen.

00:18:35: AI-Fluenzen natürlich sowieso gehört jetzt dazu.

00:18:37: ja alles was irgendwie im Prozessdenken und AI-Nutzung angeht ist bereits jetzt voraussetzung in jedem Interviewgespräch genau.

00:18:46: aber man braucht ja die Zeit um das lernen.

00:18:48: Das ist das eine, zum anderen braucht man auch wohlwollende und engagierte Mentoren und Manager die einem auch das Feedback geben.

00:18:57: Und vielleicht auch diese Entwicklungen so ein bisschen acceleraten können.

00:19:02: ja dass man jetzt nicht irgendwie alles nur durch eigene Fehler über lange Jahre lernt.

00:19:08: Und da kam der Gedanke, dass ich dachte okay da ist eigentlich eine Lücke die, ich glaube es mir Spaß machen würde ein bisschen zu schließen.

00:19:17: und natürlich sozusagen nicht allein aber als ein kleiner Tropfen kann ich dazu beitragen.

00:19:24: Und so ist das Legal Transformation Lab ins Leben gekommen wo ich mir gedacht habe Ich möchte strukturierte systematische Schulungen vorbereiten für In-House Juristen um eine gesamte Erfahrung von zwölf Jahren Leadership in In-house Teams einfließt.

00:19:43: Und in diesen Workshops möchte ich nicht Jura besprechen, sondern alles was darüber hinausgeht.

00:19:51: Was man braucht um erfolgreich zu sein im Unternehmen aber auch was man braucht, um dem Unternehmen wirklich zu helfen mit den eigenen Skills.

00:20:00: Ja und hast du dir weil das ja gesagt dass im Prinzip diese Einsatz von KI jetzt so als Beispiel ist jetzt der Voraus dass sagen die Führungskräfte Entsprechendes Mindset entwickeln und überlegen, an welcher Stelle bringt es wirklich Value?

00:20:19: An welche Stelle bringt das dem unternehmen Wert.

00:20:22: Und aber dann also um sozusagen, man braucht zu sagen die Führungskräfte, die entsprechende Skills entwickeln damit sie diese auch dann in die Mitarbeiter weitergeben können.

00:20:34: Also ich kann mir vorstellen dass dein Konzept so aufgebaut ist, dass du im Prinzip verschiedene Personenkreise ansprichst.

00:20:41: die Personen, die wirklich eine Führungsposition haben.

00:20:44: Aber auch diejenigen, die jetzt mal wegen vielleicht gerade erst in der Rechtsabteilung angefangen haben oder vielleicht schon seit ein paar Jahren dabei sind aber jetzt noch keine Führungsposition haben.

00:20:53: In wen richtet sich denn der Workshop den du November erstmal anbietest?

00:21:01: Ja also der Workshop richtet es sich an In-House Council, die schon einige Jahre Erfahrung in der Regel mitbringen.

00:21:11: Die merken vielleicht... Oh, ich bin in einer neuen Rolle und hier gibt es interessante neue Anforderungen.

00:21:17: Vielleicht haben Sie ein kleines Team unter sich und möchten mehr über Prozessaufbau selbst lernen um das weitergeben zu können aber auch über die anderen Themen.

00:21:28: vielleicht ist es umgekehrt.

00:21:30: man fragt sich warum bin ich schon so lange nicht in einer neun Rolle?

00:21:33: woran liegt es?

00:21:35: Vielleicht möchte ich an einer stärkeren Wirkung arbeiten um bestimmte Karriereziele zu erreichen Und insbesondere persönlich finde ich, ist das wäre das für mich und viele andere die diese Erfahrung gemacht haben auch sehr hilfreich gewesen.

00:21:52: Für Personen, die relativ frisch aus der Kanzlei in die Rechtsabteilung wechseln.

00:21:59: Und da muss ich sagen spielt es auch relativ wenig eine Rolle wie viele Jahre Erfahrung die Person hat weil diese Transformation vom externen Berater zum In-Haus-Council.

00:22:11: Die ist wirklich, die hat's in sich.

00:22:14: Die ist schwerer als es vielleicht von außen aussieht.

00:22:17: Denn obwohl wir die gleiche Ausbildung haben und irgendwie im Großen und Ganzen das Gleiche machen sind diese Jobs super unterschiedlich.

00:22:25: Die Art zu kommunizieren ist sehr unterschiedlich und die ... Vielleicht sogar die Art zu entscheiden wie man was bearbeitet.

00:22:34: Und ich glaube dass... Das ist extrem hilfreich erst für Kanzlei Juristen, die entweder jetzt gerade am Wechseln sind oder vielleicht vor einem Jahr oder so gewechselt haben, oder vor einigen Monaten und merken bei dieser Transformation könnte ich vielleicht noch eine kleine Hilfestellung gebrauchen.

00:22:51: Ich weiß man kann es alles sich selbst erarbeiten!

00:22:54: Man kann sich immer alles selbst er arbeiten.

00:22:56: die Frage ist warum nicht da Hilfe annehmen wo sie existiert um schneller zum Ziel zu kommen?

00:23:03: Die Teilnehmer und Teilnehmer des Workshops was können diese erwarten?

00:23:07: also das ist ja gesagt Jetzt nicht Jura im klassischen Sinne, was dort vermittelt werden soll.

00:23:15: Weil das juristische Fundament muss ja schon vorher geschaffen sein.

00:23:20: Wie kann man sich so ungefähr vorstellen?

00:23:21: Also machst du da viele praktische Übungen?

00:23:24: Gibt es einen Theoretal, ein Praxisteil oder wie ist es so aufgebaut?

00:23:28: Genau, es sind ja zwei recht volle Tage und in der Tat gibt's ein paar Impulse die ich gebe.

00:23:34: Und wir werden aber sehr viel Zeit damit verbringen an echten Case-Studies zu arbeiten und an echte Übungen zu machen.

00:23:42: Es gibt drei große Blöcke.

00:23:43: das eine ist Business Enablement.

00:23:47: da geht es wirklich um Business Verstehen, Business Ziele in die juristische Arbeit übersetzen und die juristischen Ergebnisse so kommunizieren, dass das Businesses versteht.

00:24:01: Das sind so die Blöcke dazu.

00:24:03: Dann ist der zweite Block tatsächlich die Rechtsarbeit skalierbarer machen also legal operations wie anfangs erklärt.

00:24:13: da geht es um Themen wie was kann ich Standardisieren, automatisieren.

00:24:18: Wann nutze ich einfache Automatisierungen versus AI?

00:24:24: Wie kann ich aber auch ein Workflow in meine Arbeit zum Beispiel einbinden und den auch bauen?

00:24:33: Und der dritte Teil ist nochmal recht anders und das ist vielleicht auch das Besondere an diesem Workshop, der bringt Themen zusammen wie man so glaube ich selten in einem Angebot gebündelt findet.

00:24:47: Der dritte Teil bezieht sich auf Positionierung, Sichtbarkeit.

00:24:51: und wie schaffe ich das die Ergebnisse der Rechtsabteilung wenn ich jetzt Manager schon bin oder meine eigenen Ergebnisse auch als Jurist?

00:25:04: gut zu verkaufen auch.

00:25:06: Wie mache ich sie sichtbar?

00:25:08: Wie erzähle ich die Story so, dass es nach einem Erfolg überhaupt klingt?

00:25:14: Wie nutze ich Daten dafür oder wenn's diese nicht gibt?

00:25:18: wie kann ich auch qualifiziert Storytelling betreiben?

00:25:22: aber auch wie trete ich auf?

00:25:25: Wie positioniere ich mich als ein starker Business Partner im Unternehmen.

00:25:30: Und wie baue ich mir vielleicht auch ein Netzwerk innerhalb und innerhalb und außerhalb des Unternehmens auf, das mich in meiner Karriere unterstützt?

00:25:38: Das sind so die drei sehr unterschiedlichen Blöcke, die an diesen Wochenende bearbeitet werden mit sehr viel Hands-on Übungen.

00:25:46: tatsächlich weil ich ganz fest davon überzeugt bin es reicht nie, dass die Sachen mal gehört zu haben.

00:25:52: natürlich braucht man ein paar Impulse oder interessante Datenpunkte aber dann geht's ums üben Und es geht danach auch weiter mit Implementierungsumsetzungszeit.

00:26:03: Wir haben dann noch zwei Monate zu begleitig, die Teilnehmer bei ihrer sozusagen Implementierung im echten Job machen da noch so einen Check-in an kurzes Coaching online um zu gucken was hat funktioniert?

00:26:17: Was hat vielleicht nicht so gut funktioniert und warum?

00:26:20: Was könnte man verändern, um das zu verbessern?

00:26:23: genau weil's mir wichtig ist dass dass jeder, der dann dieses Wochenende investiert nicht nur rausgeht und denkt jetzt weiß ich was zu tun ist.

00:26:33: Jetzt habe ich ja einen Plan sondern auch so ein bisschen den Druck hat, ihn wirklich umzusetzen und die Motivation schlicht und ergreifend hat diesen Plan auch umzusetzten und von seinen Erfolgen bald berichten zu können.

00:26:50: Ja aber das heißt die Teilnehmer gehen heraus.

00:26:56: Plan mit so einem Action-Plan, also innerhalb von etwa schon neunzig Tagen oder sechzig Tage eine bestimmte Fähigkeit oder einen bestimmten Inhalt aus dem Workshop konkret umzusetzen?

00:27:08: Ja genau genommen wird das jeder Teilnehmer für sich selbst entwickeln.

00:27:12: Natürlich basierend auf all den Themen die wir besprechen aber es wird sehr individuell für jedermann sein.

00:27:18: Es gibt sicherlich Juristen deren Schwerpunkt ist es mehr mit KI vertraut zu machen, dann gibt es vielleicht Juristen deren Schwerpunkt könnte eher im Bereich Personal Branding und Netzwerk sein.

00:27:32: Ja das kann sehr sehr unterschiedlich ausfallen und jeder für sich muss entscheiden wo sind meine Stärken?

00:27:38: Wo sind die Sachen, die ich noch etwas... verbessern kann und dementsprechend priorisieren.

00:27:44: Aber ja, die Idee ist ich werde von jedem Plan Kenntnis haben und dann Nachfragen und Nachhaken wie denn die Umsetzung so läuft?

00:27:55: Ja, da hast du auch im Vorgespräch gesagt dass du bei deinen Vorträgen, bei deinem Kinoz auch häufiger angesprochen wurdest auf diesen Workshop die gesagt wurde, dass das auch ganz interessant wäre für andere Berufsgruppen.

00:28:13: Was war da so das Feedback?

00:28:16: Ja ich glaube in der Tat, dass natürlich viele Berufsgroupen gerade eine sehr ähnliche Transformation erleben und es ist ja wirklich ein gesamtgesellschaftliches Erlebnis hier gerade mit KI.

00:28:34: Insofern verstehe Total, wenn dann Mitarbeiter aus dem Finance-Bereich, Textbereich insbesondere die ja relativ verwandt sind, sage ich mal mit Liegel sagen.

00:28:44: Das trifft auf uns alles ganz genau so zu.

00:28:48: Allerdings habe ich jetzt auch schon öfter von externen Kanzleimitarbeitern gehört.

00:28:53: Naja also das was bei InHouse jetzt eine Rolle spielt ist für uns eigentlich auch relativ wichtig und relevant weil wir zum einen den Anspruch haben, ein guter Businesspartner zu sein für einen Unternehmen und zum anderen auch die gleiche Transformation gerade durchlaufen.

00:29:14: Und verstehen wollen wo ihr als In-House-Council denn noch den Wert in unserer Arbeit besonders seht?

00:29:21: Also es gibt viele Überschneidungen!

00:29:23: Ich habe mich bewusst jetzt in meinem Angebot erstmal auf In-house-Counterl fokussiert.

00:29:28: das ist das Gebiet Indem ich mich am allerwohlsten fühle, ja das darf ich sozusagen die Erfahrung und möchte erstmal sozusagen schauen wie das so funktioniert in diesem Kreis.

00:29:45: Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass auch irgendwann mal etwas zu öffnen für verwandte Berufsfelder.

00:29:56: Ja, ich meine es ist auch aber also eigene Erfahrungen berichten können Wie sich meine Arbeit verändert hat.

00:30:03: als Anwalt, dass ich jetzt auch eben häufig erst mal überlege, kann ich für meine Aufgabe von meinem konkreten Use Case ein KI-Tool einsetzen.

00:30:14: Und dann musst du sozusagen das Prompt Engineering beherrschen ist ja ein Scale den jetzt auch einige über die letzten Jahre entwickelt haben und Da gibt es natürlich auch einige Kolleginnen und Kollegen, die sich damit ein bisschen schwer tun weil sie das nicht gewohnt sind.

00:30:33: Und noch erlernen müssen.

00:30:35: Andere sind ja schon weiter also zum Beispiel auch bei neuen Kollegen und Kollegen sehe ich dass das die schon sozusagen mit dieser Fähigkeit eigentlich zu uns kommen.

00:30:46: Das finde ich eigentlich ganz schön, denn das haben wir zwar nicht an der Universität gelernt aber dann im Rahmen... sozusagen begleitend zu ihrer Ausbildung werden nicht angeeignet.

00:31:00: Aber das verändert natürlich auch so ein bisschen die Herangehensweise, wie man Fälle bearbeitet.

00:31:05: und was nicht verloren gehen darf ist diesen Anspruch jetzt einen Fall zu durchdenken, auch sozusagen selber Zeit zu investieren in die eigene Recherche ins eigene Denkprozesse.

00:31:19: weil es ist ja so ein Risiko was ich sehe gerade als Berufsanfänger dass man bei den KI-Tools, die auch speziell für Anwälte entwickelt wurden schnell zu dem... also tendieren kann.

00:31:35: Dass das Ergebnis korrekt ist.

00:31:36: und jetzt wissen so alle, dass diese Tools haluzionieren, dass die Modelle da nicht immer ganz ordentlich arbeiten.

00:31:43: aber das ist glaube ich so eine Fähigkeit, die gestärkt werden muss.

00:31:46: dieses was auch als Human Judgment bezeichnet wird oder bzw.

00:31:51: diese kritische Denkfähigkeit halt ich für extrem relevant.

00:31:59: Ja, ist das auch so was bei dir?

00:32:01: In deinem Unternehmen feststellt es da einige gibt die teilweise auch einen gewissen Automation-Bias schon entwickelt haben also zum Beispiel auch beim Einsatz von KI-Agenten dann immer auf Freigabe, freigebe, freigabe drücken!

00:32:15: Oder würdest du

00:32:15: sagen?

00:32:16: Ich glaube, es gibt auf jeden Fall eine Range wie in allem im Leben.

00:32:21: Es gibt Menschen die vertrauen Technologie wahrscheinlich sehr viel schneller als andere und das gesunde Maß ist wahrscheinlich irgendwo da dazwischen.

00:32:33: Das ist schon klar.

00:32:34: Wobei ich das ehrlicherweise noch nicht beobachtet habe bei uns im Unternehmen.

00:32:39: Ich hab den Eindruck dass Anwälte generell eher zum Gegenteil tendieren.

00:32:47: Wir haben ja eine gesunde Skepsis, die uns eingetrichtert wird schon in der Ausbildung und ich glaube das Häufige, dass das Problem eher ist, dass zu viel Skepses im Raum ist als umgekehrt.

00:33:03: Governance wurde bei uns besprochen noch bevor konkrete KI Skills erlernt wurden.

00:33:11: Das zeigt so ein bisschen... Die Art von Vorsicht, die vielleicht auch Juristen gerne in den Nutzung der neuen Technologien mit reinbringen.

00:33:20: Und das ist nicht verkehrt zum gewissen Grad!

00:33:24: Ich finde es schon sehr wichtig natürlich... Verantwortung, dass das was wir da rausgeben egal ob wir dafür KI genutzt haben oder nicht genutzen haben.

00:33:34: Dass das Hand und Fuß hat, dass man sich darauf verlassen kann.

00:33:37: Und in der Tat ist diese Fähigkeit etwas was dir ausgespuckt wird kritisch anzuschauen und vielleicht auch den einen zu schnell irgendwie sozusagen das zu schnell gezogene Ergebnis irgendwie als falsch zu identifizieren oder nicht ganz korrekt, dass es noch viel schwerer ist.

00:34:01: Es ist wirklich manchmal schwerer, wenn man es selbst von Anfang an macht.

00:34:06: Ich habe das schon oft genug erlebt, dass man dann teilweise so viel Output bekommt und dann anfängt sich dadurch zu kämpfen bis einem der Kopf sich dreht weil du merkst da ist so viele Informationen.

00:34:18: Dann dreht man sich aber manchmal ein bisschen im Kreis.

00:34:22: Wichtig ist natürlich ... Also ich merke, dass auch wichtig ist zum einen was du reingibst ja in das Tool.

00:34:29: Dass das schon genug Kontext bietet und aber auch genug Richtung bietet.

00:34:34: In welche Richtung willst Du auch gehen strategisch?

00:34:38: Dass man sich nicht die ganze Zeit so in diesem Brainstorming-Modus bewegt aus dem man nicht rauskommt.

00:34:45: Und wenn es wirklich um konkrete rechtliche Beratungen geht dann ist das natürlich super kritisch das sehr genau durchzulesen, mal einige Quellen die relevant und entscheidend sind nochmal selbst nachzulesenen ob man da wirklich zum gleichen Ergebnis kommt.

00:35:03: Ich habe den Eindruck die Qualität wird schon insgesamt immer besser und es wird sich noch viel verändern und entwickeln und wir werden wahrscheinlich immer mehr des Vertrauen auch in diese Tools gewinnen.

00:35:19: Und trotzdem müssen wir dann natürlich noch die Fähigkeit haben Ja, das Ganze zu supervisen.

00:35:28: Das ist im Endeffekt auch nicht anders als wenn ein Junior-Mitarbeiter im Team dir irgendwas gibt.

00:35:33: Klar kann man es erst mal auf dem ersten Blick gut aus einfach weitergeben.

00:35:37: aber die Gefahr dass dann jemand zurückkommt und sagt das war jetzt doch noch nicht so perfekt ist groß und man trägt dafür die Verantwortung.

00:35:44: genauso wird es mit allem sein was KI so produziert.

00:35:52: Wie würdest du das beurteilen, dass durch den Einsatz von KI hier auch so ein bisschen das Geschäftsmodell von Kanzlein in Frage stellt bzw.

00:36:03: herausgefordert wird?

00:36:06: Weil die Erwartungshaltung und das ist ja auch das was ich beobachte ist, dass zum Beispiel so im M&A-Prozessen in Detail Legends Prüfungen schon die Erwartungshaltung besteht, dass man da KI-Dots einsetzt oder das beziehungsweise schon konkrete Absprachen noch dazu gibt.

00:36:26: Aber es führt natürlich dazu, dass man einerseits natürlich ein großes Vertrauen setzt in die Qualität dieser Tools aber andererseits wird ja gerade gesagt, dass er dafür einsteht, dass die Ergebnisse auch valide sind und man dafür einstellen kann.

00:36:45: Und das ist so ein bisschen die Herausforderung.

00:36:47: also einerseits eine Plausibilitätsprüfung zu machen sozusagen mit guten Gewissen, sage ich mal die Ergebnisse aus den KI-Tuts zu verwerten.

00:37:01: Und andererseits natürlich auch so ein bisschen diese Frage wie kann man sein eigenes Geschäftsmodell anpassen?

00:37:06: Also wir haben ja im ganz kleinen das typischerweise das Billable Hour Modell und jetzt durch den Ansatz von KI hat natürlich viele Mandanten die Erwartung dass es eher dann festpreis ist, dass man schon vorausweist was es konkret kosten wird Wie man das am besten dann auch organisiert, also auch in den Willi-Prozessen.

00:37:29: Dass es eben nicht zu so einer Kostenexplosion am Ende führt.

00:37:34: Ja ich glaube, dass kommt sehr auf das Produkt an was man sozusagen erwartet von der Kanzlei generell.

00:37:41: Ich glaube nicht, dass das gesamte Geschäftsmodell von Kanzleien jetzt sage als Risk ist, also die Kanzlerin wird es geben.

00:37:51: Das glaube ich schon.

00:37:53: Allerdings ist das richtig.

00:37:54: Die Frage wird zu viele Kanzleren geben und wird alle Formate und alle verschiedenen Stile und Richtungen noch so viel geben wie bislang.

00:38:06: Vieles was mithilfe von KI gemacht werden kann natürlich auch in Haus gezogen werden.

00:38:15: Wenn man im Unternehmen eine Abteilung hat, die gut aufgestellt ist und für so Commodity-Work auf jeden Fall KI einsetzt gibt es jetzt wenig Grund das rauszugeben.

00:38:27: Der einzige Grund das heraus zu geben waren früher tatsächlich Kapazitätslimitationen.

00:38:35: dann gibt es aber andere Gründe warum man ganz leihen anspricht und zwar in der Regel bei sehr komplexen verschiedensten Projekten, wo wirklich Erfahrung und Expertise benötigt wird.

00:38:49: Die man vielleicht so in Haus nicht hat oder nicht zu viel dass man davon fünf Projekte gleichzeitig machen kann.

00:38:56: jedenfalls also auch wiederum ein bisschen die Kapazitätsfrage.

00:39:00: und bei so ganz großen Projektes oder Themen Es steht natürlich das Thema Haftung nach wie vor im Raum, was auch für Unternehmen und deren Vorstände und Geschäftsführungen relevant ist.

00:39:14: Also so lange man da gerne noch eine ganz leise zu sagen einschaltet um auch ein bisschen das Haftungsthema abzudecken.

00:39:24: dass alleine führt dazu, dass das sozusagen bestimmte Sachen werden weiterhin outgesourced werden an Kanzleien.

00:39:32: Und die Expertise kommt natürlich dazu.

00:39:34: was da die Schwierigkeit?

00:39:35: meines Erachtens ist es naja man kauft sich halt.

00:39:41: entweder man kauft sich wirklich sozusagen die die High High High Expertise ein von einem Partner der das schon seit zwanzig Jahren macht und er bekannt ist dafür dass genau diese Art von Projekten gut betreuen kann.

00:39:56: Partner und diese Kanzleien werden es wahrscheinlich auch weniger nötig haben, ihre Pricing-Modelle oder so umzustellen.

00:40:05: Im Gegenteil wird das wahrscheinlich sogar im Wert eventuell weiter wachsen.

00:40:10: Gleichzeitig fällt ganz viel weg, wo man sich diese Expertise nicht auf die Stirn schreiben kann.

00:40:17: Und das ist auch nicht so meines Erachtens, dass eine Kanzlei safe ist nur weil sie einen großen Namen hat.

00:40:24: Ich glaube da geht es wirklich um Individuen am Ende für welche man bereit ist einen hohen Stunden Honorar ein hohes Stunden Honoratszahlen und mit nicht per se.

00:40:36: ich glaube derzeit ist bei uns jedenfalls die Erwartungshaltung alles wo KI stark zum Einsatz kommt und wo man weiß okay Das kann man jetzt sowieso nicht gut pro Stunde abrechnen, aber man kann das auch ganz gut als Paket schnüren.

00:40:52: Wo klar ist was der Mehrwert für dieses Unternehmen?

00:40:55: Wenn diese Beratung kommt, das lässt sich sehr gut in Fixed Fies umwandeln.

00:40:59: Wir müssen ganz leihen, auch meines Erachtens einfach dazu übergehen... bessere Datenlage selbst zu haben, um zu wissen was kostet es uns eine Diligence durchzuführen.

00:41:09: Ja das kann ja eigentlich nicht so schwer sein, das herauszufinden und das zu checken weil man ja eh alle Stunden aufschreibt die alle Associates seit hundert Jahren mit DDs verbrachte haben.

00:41:21: da hat man eine perfekte Datenlage.

00:41:23: die kann einem Claude schön auferbeiten und sagen dass du der Durchschnitt ist für welche Art von Diligences.

00:41:30: Und dann gibt es aber auch natürlich Pakete, die so sehr schwer vorhersehbar sind und wo es aber wirklich um qualitativ hochwertige strategische Beratung gehen wird.

00:41:41: Wo man vielleicht mit Stundenhonoraren weiterhin eine Zeit lang arbeiten wird.

00:41:47: Also so ist meine derzeitige Einschätzung, wo ich sagen muss, da passiert viel in alle Richtungen.

00:41:55: Manchmal hat man das Gefühl, aha jetzt ist die Billable Hour endlich at risk und wird fallen.

00:42:01: Und manchmal hat man das Gefühl, naja aber irgendwie die großen Kanzlein dieser Welt, die erhöhen gerade ihre Auerlifis immer weiter gefühlt.

00:42:10: und da ist jetzt irgendwie auch noch nicht so der große Aufschrei zu hören von den in-house Teams oft.

00:42:22: Könntest du dir vorstellen weil du grad auch diese Expertise und die Erfahrung von erfahrenen Partnern ansprichst?

00:42:29: dass es auch denkbar wäre, das eine oder andere Tech-Unternehmen die ja teilweise auch eigene Lösungen für Rechtsabteilung oder für Juristen anbieten wie zum Beispiel Google und Microsoft.

00:42:45: Jetzt wird im Co-Palette verliehen, dass sie auch auf die Idee kommen in irgendeiner Form dieses Wissen von diesen erfahrenen Partnern anzuzapfen sage ich jetzt mal um ihre Modelle in irgendeiner Form weiterzutrainieren.

00:43:00: Also wäre das denkbar, weil zumindest in Ansätzen ist ja schon so dass diese large language Modeller oder zumindest wäre es meine Erwartung, dass diese Large Language Modelle dann zum Beispiel von Google oder Microsoft dann jetzt schon zugeschnitten werden auf die anwaltliche Tätigkeit und der weiß ja eigentlich nur logisch damit sozusagen die Datenbasis auch besser wird.

00:43:27: Erfahrungswissen, was sich unbedingt irgendwie schriftlich dokumentiert ist auch mitzuverwerten im Training.

00:43:35: Ja ich kann es mir sehr gut vorstellen dass das passiert und dass das auch sozusagen das best case Szenario aus Sicht von LLM Service Providers sozusagen ist.

00:43:45: klar macht total Sinn!

00:43:46: Ich meine man spricht immer davon dass das Judgment eines Juristen etwas ist, was KI nicht ersetzen kann und dass das Ganze sozusagen der Grund ist warum man überhaupt noch Anwälte brauche.

00:44:00: Und ich halte immer dagegen ja es ist jetzt noch so, das stimmt aber es ist alles eine Frage von Kontext.

00:44:08: Alles was wir Erfahrungswissen nennen oder Erfahrung allgemein ist Kontext Ja wenn wir diese Alle diese Dinge, die wir je irgendwie erlebt und gelernt haben der KI-Mitteilen würden oder es tun über einen gewissen Zeitraum.

00:44:25: Und das vielleicht sogar richtig zu merken wird natürlich auch die KI irgendwann genügend Kontext haben um Entscheidungen zu treffen.

00:44:32: Das glaube ich tatsächlich... Die Frage ist werden erfahrene Juristen das so bereitwillig tun oder werden sie vielleicht versuchen, genau das zu vermeiden.

00:44:45: Dass man vielleicht versucht nicht alles was man erlebt und gelernt hat mit der KI zu teilen um sich selbst noch einen gewissen Wissensvorsprung zu bewahren?

00:44:59: also ich glaube da ist die Adoption wahrscheinlich nicht ganz so einfach Weil die Menschen schon verstehen inzwischen, dass alles was sie wissen und alles was dann ihre KI von ihnen erfährt im Endeffekt auch dazu führt das die KI auch immer bessere Entscheidungen.

00:45:22: ohne Human Intellub treffen kann.

00:45:24: Und klar, da gibt es immer noch regulatorisches Framework und Haftungsfragen wie gesagt die dann einen Anwalt dann auch relevant halten.

00:45:33: aber wenn's wirklich nur darum geht kann man gute Entscheidungen treffen, gute rechtliche Entscheidungen treffen.

00:45:41: Da glaube ich ist das wirklich eine Frage von Kontext.

00:45:45: sicherlich wird ein Unternehmen wie ein Tropic sehr daran interessiert sein, diesen Kontext so viel wie wirklich zu bekommen.

00:45:55: Und es ist auch nicht böse, das wird schaftlich total nachvollziehbar und gleichzeitig muss man sich fragen, wie man da sozusagen den Mehrwert rauszieht aus dem was KI-Tools einem bieten und ja auch nicht nur eine reine Besitzstandwahrung da betreibt.

00:46:18: Gleichzeitig ist es viel Unsicherheit da.

00:46:22: Es sind viele Fragezeichen, ob es in diesem Beruf noch geben wird in zwanzig Jahren und wenn ja wie?

00:46:35: Ja das ist eine sehr gute Frage.

00:46:37: Darauf hat leider noch keine konkrete Antwort.

00:46:40: aber was würdest du dir zum Beispiel jetzt jemanden empfehlen der schon seit mehreren Jahren entweder in Haus arbeitet oder in der Kanzlei und sich jetzt auf die Zukunft vorbereiten möchte.

00:46:56: Also abgesehen davon, natürlich deinen Workshop zu besuchen gibt es aber irgendwie noch irgendwelche Tipps, die du irgendwie jetzt den Zuhören unter uns, die auch Juristen sind im Haus oder in Kanzleien, denen du irgendwie Tipps mitgeben kannst?

00:47:17: Gerne.

00:47:18: Also ich persönlich glaube daran, dass man positiv bleiben sollte und ich glaube auch daran, das man versuchen sollte, das positive in dieser Veränderung zu sehen.

00:47:31: Es ist eine coole Gelegenheit, es ist eine tolle Möglichkeit für uns als Juristen, uns heutzu erfinden und uns breiter zu positionieren.

00:47:40: Viele Juristen beschweren sich und ich habe das oft in Unterhaltung mit Freunden und Kollegen erlebt, dass man immer so sagt die Ärzte oder so haben es gut.

00:47:48: Die können überall auf der Welt arbeiten.

00:47:51: oder die Ingenieurs ja?

00:47:53: Und die Juristen sind immer an ihre Juristiktion gebunden und wir werden auch im Unternehmen oft als typisch Juristen wahrgenommen, sodass es schwierig ist aus dem eigenen Feld in andere Quer einzusteigen usw.. Ich glaube das ist zum Beispiel etwas was sich gerade stark verändert.

00:48:12: Wenn wir unsere anderen Skills aus der Fachwissen erweitern, vertiefen, verstärken und darin einfach besser werden wird es uns auch ganz viele neue Türen öffnen da bin ich mir ganz sicher wenn wir operativer denken mehr in Prozessen denken usw.

00:48:28: das hilft ja auch in anderen Gebieten Prozesse zu leiten zum Managen usw.

00:48:35: Und insgesamt glaube nicht so daran, sich immer an dem Alten festzuhalten.

00:48:40: Man kann diese Veränderung nicht mehr aufhalten.

00:48:42: Das sollte inzwischen eigentlich jedem klar sein und wenn man weiß, man kann es nicht aufhalten dann ist das Beste zu den Early Adopters zu gehören und relativ viel Zeit zu investieren, zu lernen da keine Angst davor zu haben Dinge zu entdecken die einem helfen und sich bereit zu positionieren um seinen Marktwert besser zu machen.

00:49:07: Also ich würde ehrlicherweise meiner Tochter dies acht nicht empfehlen, Jura zu studieren.

00:49:12: also okay ach das ist ein schlechtes Beispiel.

00:49:14: wäre sie jetzt achtzehn.

00:49:15: Würde ich ihr nicht empfällen Jura zustudieren?

00:49:17: Who knows was in zehn Jahren ist.

00:49:19: da hat sich vielleicht auch einiges schon wieder anders entwickelt als gedacht aber wenn Sie jetzt achtzen wäre würde ich ihr es nicht empfehlen.

00:49:25: nicht weil ich denke es wird in Zukunft sogar keine Juristen mehr geben aber weil ich so denke Zeit, eine disruptive Zeit wo man noch nicht so richtig weiß wohin das Ganze sich entwickelt und es wird sicherlich nicht leichter sein.

00:49:41: Und die Ausbildung in den Unis hinkt total hinterher.

00:49:44: ja also das ist jetzt keine coole Zeit finde ich um mit dem Jurastudium anzufangen.

00:49:48: wenn man's macht sollte man es aus purer Leidenschaft tun sozusagen unser Reiz seien sich da in die absoluten Top-Leute zu entwickeln.

00:49:59: aber wenn man schon mal drin ist dann Ich denke, breit positionieren, Innovationen zulasten, Gross Mindset für sich selbst und sein Team auch ein bisschen etablieren.

00:50:13: Das sind die besten Voraussetzungen um in dieser Zeit von Veränderungen mit einem positiven Mindset durchzukommen trotzdem seine Nische zu finden oder sein Gebiet zu finden, indem man trotz all einen Mehrwert bringt.

00:50:38: Den dem Unternehmen der Gesellschaft oder wem auch immer.

00:50:42: Das ist glaube ich das was ich empfehlen würde.

00:50:46: Okay!

00:50:48: Ich würde sagen es war ein gutes Schlusswort Hannah und ja ich bedanke mich für das sehr inspirierende Gespräch.

00:50:58: hoffe dass unsere Zuwanderer Besonders viel aus dieser Folge mitnehmen können für sich selbst und sich motiviert fühlen, weiter zu lernen und immer am Ball zu bleiben.

00:51:13: Und wer sich für den Workshop von Anna interessiert, der findet den Link zur ihrer Webseite und weitere Formationen zum Workshop dort in den Show-Notes verlinkt.

00:51:24: Wir können euch gerne auch mit uns beiden auf LinkedIn vernetzen!

00:51:28: Die entsprechende Profile findet ihr auch auf den Show-Notes.

00:51:31: Und ja, jetzt wünsche ich dir an einem wunderschönen Tag!

00:51:36: Danke Pierre für das senette Gespräch und bis bald!

00:51:40: Bis bald.

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